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Mein Besuch beim #LitCampBN18

Spannung. Was mich heute hier wohl erwartet? Während ich im großen Saal der VHS Bonn sitze und warte, lausche ich den leisen Gesprächen, die sich rund um das nicht wunschgemäß funktionierende WLAN drehen. Mal gucken, ob die das noch geregelt kriegen, aber zum Glück habe ich eine gute Flatrate auf dem Handy. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mich nicht allzu sehr durch Twitter und Co. ablenken zu lassen, auch wenn das durchaus hier so gewollt ist.

Manche Teilnehmerinnen beeindrucken mich durch ihre Fähigkeiten in rasantestem Tempo mit beiden Daumen Nachrichten wie ein Schnellfeuergewehr ins Internet abzusetzen. Respekt! Kriege ich mit meinen Wurstfingern so nicht hin.

Die Vorstellungsrunde geht erfreulich schnell vorbei – Zack – schon hat man das Mikro vor der Nase, sagt seinen Namen und stammelt seine drei Hashtags und weiter geht die wilde Fahrt. An dieser Stelle gleich meine erste Überraschung: Da entdecke ich doch glatt in der Reihe hinter mir jemand aus meinem in 2016 besuchten Schreibkurs in den Räumen dieser VHS wieder. Später werden wir nett miteinander quatschen bei einer Brezel und einer unidentifizierbaren Suppe.

Die Sessionplanung macht Spaß. Zu meiner Freude werden viele interessante Themen vorgestellt. Hier habe ich mich dann auch entschieden beim #LitcampBN19 ebenfalls eine Session anzubieten, vielleicht, wenn Interesse besteht, zum Thema “Der Autor und das Steuerrecht”.

Schnell noch ein Brötchen reingestopft und eine Tasse Kaffee ergattert und schon gehts ab in meine erste Session. Beim Thema geht um um Veröffentlichungen per neobooks und epubli. Die sehr nette Caro Reif von epubli hat das, wie ich finde, sehr charmant näher gebracht. Wundert mich, dass hier nicht soooo viele Teilnehmer sind.

Schnell geht die Zeit vorbei und die nächste Session steht an, diesmal war Vera Nentwich die Ringmasterin und ich muss sagen, sie bringt das Thema, wie man sich eine Buchpräsenz im Buchhandel erkämpft mit Witz und Ehrlichkeit klasse rüber. In der Nachbetrachtung das Highlight aller von mir besuchten Sessions für mich. Da ich selber leider keine solche Rampensau bin, bezweifele ich, dass ich die Buchhändler mit einer solchen Hartnäckigkeit beackern kann, aber wer weiß…

Mittagspause. Brezeln und undefinierbare Suppe. Jetzt weiß ich, dass es Mangold-Möhrensuppe war. Ich decke den Mantel des Schweigens darüber und bin froh, dass es überhaupt etwas gab, ein Luxus den viele Menschen auf der Erde nicht genießen. Außerdem hatte man endlich mehr Zeit um nett zu plaudern, so war ich zum Beispiel auch mit der sympathischen Jasmin Zipperling im Gespräch, die mich mit ihrer Omnipräsenz auf solchen Veranstaltungen bereits online sehr beeindruckt hat. Da hat die Autorenwelt eine tolle Markenbotschafterin!

Weiter gehts mit den Nachmittagssessions. Ich nehme die klassische Autorenübung, eine Geschichte in drei Sätzen zu präsentieren. Macht Spaß und ich bekomme direkt ein sehr hilfreiches Feedback, und so soll es auch sein. Leider ist die Sessionzeit zu schnell rum, hätten wir bestimmt auch zwei Stunden lang machen können.

Die nächste Session ist mein persönliches Lowlight, “Der Autor als Marke”. Leider war mir das zuviel allgemeines Marketinggerede, was ich schon von so vielen Marketingleuten auswendig kenne, aber meiner Meinung nach viel zu unkonkret auf den Autor bezogen. Hier erfahre ich für mich selbst nichts interessantes, aber zum Glück geht das anderen nicht so. Man kann auch nicht immer alle erreichen, ich hoffe die sympathische Sessionleiterin nimmt mir das nicht übel.

Viel interessanter finde ich dagegen die letzte Session zum Thema DSGVO. Hat Britta Kretschmer toll gemacht, und wenn Du unvorbereitet schon soviel interessantes stringent rüberbringst, dann würde ich dich gerne einmal vorbereitet erleben! Hut ab.

Wie immer gewinne ich natürlich nichts auf der abschließenden Verlosung, aber es gibt noch einmal interessantes Feedback und dann ist der schöne Tag auch schon vorbei.

Mein Fazit:

Hat Spaß gemacht, war lehrreich und voller vieler toller Leute. Mit anderen Worten – nächstes Jahr bin ich wieder dabei, dann hoffentlich mit eigener Session.

11 Kommentare

  1. Hallo Frank,
    vielen Dank für die Blumen! Wenn du mich mal vorbereitet erleben willst – nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder mit einem wohlgeplanten Vortrag nach Bonn.
    Nun muss ich mich aber auch noch einreihen in Sachen Namen: Britta, nicht Birgit. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie bin ich da kleinlich… 😉
    LG, bk

    1. Natürlich *seufz*, wieder ein falsch gemerkter Name. Ich wäre mit Sicherheit der schlechteste Polizeizeuge aller Zeiten. Ist korrigiert. Dann freue ich mich schon aufs nächste Jahr, mal gucken ob ich da mithalten kann.

      1. Sind wir doch alle, schlechte Polizeizeugen. Ich habe mich ja auch nicht gerade ausgiebig vorgestellt. Mit allen Kontaktdaten etc., wie man das eigentlich so macht. Wir kochen aber alle auch nur mit heißem Wasser, oder?
        LG, bk

    1. Ich sehe schon, darauf werde ich jetzt (zu Recht) festgenagelt. Wer vorab ein paar Ideen für durch mich anzusprechende Steuerthemen für Autoren, Blogger oder Verleger hat, darf mir das auch gerne im Laufe des Jahres mitteilen.

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